Kategorien &
Plattformen
Verbundenheit mit Menschen in der Ukraine, im Irak und in Kamerun
Verbundenheit mit Menschen in der Ukraine, im Irak und in Kamerun

Verbundenheit mit Menschen in der Ukraine, im Irak und in Kamerun

LIMBURG.- Mehr als 2.800 Menschen aus dem Bistum Limburg haben an der Solidaritätsaktion "Neujahrsbrief in Konfliktregionen" teilgenommen und damit ihre Verbundenheit und Solidarität mit den Menschen in Krisenregionen bekundet. Weihbischof Dr. Thomas Löhr überreichte am Dienstag, 19. Januar, die ersten Briefe an den irakischen Archimandrit Emanuel Youkhana. Youkhana ist Erzdiakon der assyrischen Kirche und soll die Briefe an die sechs christlichen Kirchen im Nordirak übermitteln. Der Apostolische Administrator Weihbischof Manfred Grothe will in den nächsten Wochen weitere Briefe in die Ukraine und nach Kamerun schicken.

Das Bistum Limburg pflegt einen partnerschaftlichen Austausch mit vielen Diözesen in der Welt und engagiert sich sehr im Bereich der Willkommenskultur für Flüchtlinge. Die Abteilung Weltkirche der Diözese hatte die Solidaritätsaktion anlässlich des Welttag des Flüchtlings und Migranten am 17. Januar 2016 initiiert. Sie will damit aufmerksam machen, dass es neben den Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, eine weit größere Anzahl von Flüchtlingen und Vertriebenen in den Krisengebieten selbst gibt.

"Mit der Aktion wollen wir den Menschen in Konfliktregionen ein Zeichen der Hoffnung senden. Wir haben diese Menschen nicht vergessen", sagte Winfried Montz, Leiter der Abteilung Weltkirche im Bistum Limburg. "Wir wollen die Situation in Eurem Land verstehen. Wir möchten Anteil nehmen an Euren Sorgen und Ängsten und zusammen mit Euch diese Last tragen. Wir wollen uns kundig machen über die internen und externen Ursachen der Konflikte und unseren Anteil daran. Wir suchen nach Wegen, Euch zu helfen, so wie wir auch den Flüchtlingen helfen wollen, die hierher zu uns kommen", heißt es in den unterzeichneten Briefen.

An der Aktion hatten unter anderem die Katholische Friedensbewegung Pax Christi und zahlreiche Pfarreien mitgemacht. In Gottesdiensten zum Neujahrsbeginn wurden die Unterschriften gesammelt. Besonders aktiv war die vietnamesische katholische Gemeinde: Allein von ihr kamen mehr als 200 Grußunterschriften.