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Orte, an denen jetzt niemand sein sollte

Es gibt in der Europäischen Union einen Ort, an dem sich in der momentanen Krisensituation definitiv kein Mensch aufhalten sollte: in einem Flüchtlingscamp auf den griechischen Inseln.

Überall auf der Welt leiden Menschen unter den Folgen der Corona-Pandemie und viele haben Angst vor einer Ansteckung und davor, an der Erkrankung sterben zu müssen. Es gibt viele Orte, an denen Menschen unter mangelnden Schutzmaßnahmen und unzureichender medizinischer Versorgung leiden.

In Europa sind die Menschen an keinem anderen Ort so hilflos der nahenden Katastrophe ausgeliefert wie in den hoffnungslos überfüllten Flüchtlingscamps auf den ostägäischen Inseln. 

Verhaltensregeln sind ein Hohn

Die Aufforderungen nach „social distancing“, „zu Hause“ zu bleiben und sich "häufig die Hände zu waschen“, klingen für sie lächerlich und schüren nur die Angst, weil sie schlichtweg nicht umsetzbar sind.

Ein Arzt, der vor Ort für „Ärzte ohne Grenzen“ arbeitet, schildert es so:

"Natürlich sind die beunruhigt. Wenn es heißt: Wascht Eure Hände, dann fragen sie: Wo kann ich denn meine Hände waschen? - Wenn es heißt: Bleibt Hause, dann fragen sie: Welches Zuhause? - Wenn es heißt: Haltet Euch fern von anderen, dann fragen sie: Wie denn, wenn wir zu sechst in einem Zelt leben? Die Flüchtlinge sind also umso mehr verängstigt, weil sie sich bei einem Ausbruch der Corona-Krankheit gar nicht richtig schützen könnten".

Die Räumung der Lager wird inzwischen in mehreren Kampagnen und Aufrufen von Hilfsorganisationen, von vielen Stimmen aus der Zivilgesellschaft, von hochrangigen Politiker/innen oder von Vertreter/innen der Kirchen gefordert. Die Flüchtlinge müssten umgehend aufs griechische Festland und in andere EU-Länder gebracht werden.

Tatenlosigkeit

Doch weder die griechische Regierung noch die EU haben Pläne, die Lager zu räumen. Allenfalls 1600 Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern im Lager leben, sollen in mehrere EU-Länder umgesiedelt werden; mit viel Glück geschieht das noch vor dem Ausbruch der Pandemie an den betreffenden Orten.

Für diese 1600 Kinder und Jugendlichen besteht also etwas Hoffnung. Insgesamt harren in den überfüllten Lagern aber mehr als 40.000 Menschen aus, die nun zusätzlich zu all der Not auch noch mit der Angst vor Corona leben.

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Rabatz machen. Nicht aufgeben. Social media nutzen, sich Kampagnen anschließen, sich Gehör verschaffen! Den Entrechteten eine Stimme geben.

 

Die „Willkommenskultur für Flüchtlinge im Bistum Limburg" stellt hier eine Zusammenstellung mit Hinweisen zu Kampagnen und Aufrufen, mit aktuellen Zitaten und Links zur Verfügung. Wir rufen auf, sich zu solidarisieren und mit jeder gegebenen Möglichkeit dafür einzusetzen, dass die Verantwortlichen innerhalb der EU endlich tätig werden!!!